Dienstag, 28. Februar 2017

[All about the books] - Lesemonat Februar

Der Februar ist lesetechnisch ein gemeiner Monat, findet ihr nicht auch?
Nicht, dass die "fehlenden" 2-3 Tage tatsächlich viel ausgemacht hätten, aber darum geht es gefühlt ja auch nicht.
Ehrlich gesagt ist mein Lesemonat im Vergleich zum Januar wirklich beschämend, aber was will man machen?
Lesezeit ist normalerweise bei mir eben Luxus und dann kommt es unterm Strich gar nicht darauf an, wie viele Bücher man liest, sondern dass man sie überhaupt liest.
.....zumal bei mir tatsächlich nur die Bücher zählen, die ich auch wirklich beendet habe. Abgebrochene Bücher, solche die ich zwar schon zu 3/4 durch habe, aber eben noch nicht beendet, kommen mir nicht in den Lesemonat.
Ich sage das, weil ich man sich oft als "Bücherwurm 2. Klasse" fühlt, wenn man Lesemonate mit 15-20 Büchern sieht (aber weiß, dass eben auch die oben genannten Fälle mitgezählt werden.)
Es geht doch nicht um Masse.....

Wie dem auch sei, mein Lesemonat Februar ist überschaubar, aber dafür gut.
Auf ausführliche Rezensionen werde ich an dieser Stelle wie immer verzichten. Eventuell verlinke ich sie, sofern ich sie schon veröffentlicht habe, ansonsten soll es an dieser Stelle nur ein kurzer knackiger Überblick mit ein paar Eindrücken meinerseits werden.
Same procedure as every month...

Ein neuer Monat bedeutet also, Zeit für den: 


 
 
 
 
 
 



Guillaume Musso - Vierundzwanzig Stunden:
Arthur ist jung, erfolgreicher Arzt und lebt das Leben eines Womanizers. Lisa träumt von einer Karriere als Schauspielerin und finanziert sich ihre Ausbildung in einer schäbigen Bar in Manhattan. Zwei Gegensätze, die das Schicksal zusammen geführt hat und die Zeit schneller trennt, als ihnen lieb ist.
Als Arthur von seinem Vater einen alten Leuchtturm vererbt bekommt und versucht dessen dunkles Geheimnis zu lüften, nimmt das Schicksal seinen Lauf.
Tage werden zu Jahren, Jahre zu Tagen und beide Kämpfen gemeinsam gegen ihren größten Feind: Die Zeit.


Typisch Musso!
Wenn ich dies sage, meine ich es im positivsten aller Sinne. Kurzweilig, spannend, gefühlvoll, übersinnlich, all diese Schlagworte passen zu "Vierundzwanzig Stunden" ohne Einschränkungen.
Dennoch kommt das Buch in meinen Augen nicht ganz an "Vielleicht morgen" heran und das abrupte Ende führt dazu, dass mein Lesegenuss einen kleinen Dämpfer erhalten hat.
Mein letzter Musso wird es definitiv nicht gewesen sein, dazu begeistern mich seine Bücher insgesamt dann doch zu sehr. 
 
 

Eine ausführliche Rezension zu "Vierundzwanzig Stunden" habe ich *hier* für euch geschrieben.



Peter Schnieders - Im Spiegel des Bösen
Manchmal lasse ich mich unabsichtlich anfixen, was das Zeug hält. Vor ein paar Jahren hatte ich unabsichtlich das zweite Buch des Kölner Kommissars gelesen und war fasziniert und schockiert zugleich. Einerseits hat es mich mit Begeisterung erfüllt, die realen Fälle und Erfahrungen zu lesen, andererseits ist es etwas beängstigend, wenn man darüber nachdenkt, dass sich alle diese Fälle in nächster Nachbarschaft zugetragen haben, denn die meisten der Tatorte sind tatsächlich nur einen Steinwurf von meiner Haustür entfernt.
Mitte letzten Monats kam es dazu, dass ich mich dank eines Polizeipsychologen beruflich vermehrt mit dem Thema Psychologie beschäftigen durfte und so erinnerte ich mich an das erste Buch von Peter Schnieders, das seit Monaten auf meinem Sub vor sich hin dümpelte. 
Wie auch zuvor erfüllten mich die Berichte des Kommissars mit einer Mischung aus Faszination und Abscheu. Die Abgründe der Menschheit sind teils wesentlich tiefer als wir erwarten, dennoch kann ich das Buch jedem empfehlen, der Lust auf eine etwas andere Sicht hat. Krimis sind das eine, Tatsachenberichte aber ein ganz anderes Kaliber.

Mich haben beide Bücher von Peter Schnieders sowohl fasziniert, als auch auf morbide Art unterhalten.
Wer über den Tellerrand der fiktiven Krimis hinaus schauen möchte, der ist bei Schnieders definitiv ander richtigen Adresse.



Kurz und schmerzlos war es das tatsächlich sogar schon mit meinem Lesemonat Februar. Ich hoffe, der März wird "erfolgreicher" und bin da eigentlich ganz zuversichtlich.
Aktuell liegen "Im Wald" von Nele Neuhaus und "Die Insel der besonderen Kinder" von Ranso Riggs ganz oben auf dem Nachttisch und begeistern mich. Mal sehen ob das so bleibt....

Der Lesemonat März wird es euch wohl verraten.


       

Samstag, 25. Februar 2017

Ein paar schnelle Ideen für Sie & Ihn

*Werbung* 

Erinnert ihr euch noch an mein Posting kurz vor Weihnachten, als ich euch ein paar schnelle und günstige Last-minute-Geschenke für Sie & Ihn vorgstellt habe?
Wenn nicht, kommt ihr *hier* zu dem Beitrag.

Diese Ideen und einige weitere habe ich in den Büchern von Johanna Rundel gefunden, von denen ich euch heute erzählen möchte.



Autor: Johanna Rundel
Verlag: EMF Verlag
Seiten: 64
ISBN: 978-3-863-5555-35 / -42



Johanna Rundel kommt selber aus der Blogger-Welt und schreibt unter "My Everyday Life" über ihre kreativen Abenteuer.  
In ihren beiden Büchern rund um schnelle Geschenke für Sie & Ihn, stellt sie hübsche Ideen für den kleinen Geldbeutel, für jeden Anlass und für Anfänger wie Bastel-Profis vor. Hübsch aufgemacht und an klaren Bildern erklärt, warten pro Buch 18 Ideen auf Bastelwillige und Geschenkesuchende.

Kreativ-Bücher und ich....eine im Zweifel unendliche Geschichte. Ich bin ganz ehrlich, dass ich selten ein Buch gefunden habe, das mich wirklich überzeugen konnte.
Nun möchte ich nicht alle Bücher über einen Kamm scheren und wenn wir ehrlich sind, bin ich vielleicht auch gar nicht immer die Zielgruppe dieser Bücher. Deshalb habe ich ganz unvoreingenommen die Bücher einigen Freunden bzw. Freundinnen vorgelegt, die mit Kreativität nicht mehr am Hut haben als der Hausgebrauch es erfordert und sie ein wenig stöbern lassen.
Fazit der kleinen Feldforschung war allerdings nicht sehr weit von meinem Eindruck entfernt.
Die Bücher sind toll aufgemacht und die Ideen liebevoll erklärt, doch an der Sinnhaftigkeit und der Umsetzbarkeit der Ideen zweifelten Männlein wie Weiblein.
Last-minute bedeutet für mich, dass es schnell gehen muss.
Einfach bedeutet für mich, dass jemand der wirklich keine große Vorbildung ins Sachen Basteln hat, die Projekte umsetzen kann.

Ob das bei (mit der Maschine) genähten Gitarrengurten, Kartenetuis und Kissen der Fall ist, möchte ich an dieser Stelle hinterfragen.

DIY-Teebeutel in schönen und ungewöhnlichen Formen sind eine tolle Idee, die ich beispielsweise auf diesem Blog vor einigen Jahren ebenfalls vorgestellt habe. (--> *klick hier*)
Einfach, schnell, simpel und hübsch. Doch nicht jeder ist in der Lage solche Beutel mit der Nähmaschine zu fertigen.



Ich möchte an dieser Stelle nicht falsch verstanden werden oder die Arbeit von Johanna Rundel schmälern, dennoch stoße ich mich bei derartigen Kreativbüchern immer wieder daran, dass sie nicht für den Durchschnittsbastler gemacht sind bzw. die Projekte nicht realistisch sind.
Schlüsselhalter aus Legosteinen? Welcher Mann im besten Alter hängt sich so etwas ernsthaft in die Wohnung?
Wie so viele Bastelbücher sind die Last-minute Geschenkideen eben auch mal wieder fast ausschließlich mit Projekten gefüllt, die sich toll erklären lassen, ohne den Blick darauf zu richten, wie praktikabel sie wirklich sind und wie gern man sie tatsächlich seinen Liebsten schenken möchte.

Abgesehen von der Projektauswahl an sich hat mir die Buchreihe allerdings recht gut gefallen. Im Praxistest vor Weihnachten habe ich mich drei kleinen und für mich tatsächlich praktikablen Ideen gewidmet. Für die Väter gabs den Biergelee (*klick*), für den Onkel und die Oma das BBQ-Rub (*klick*) und für die Tante das Kaffee-Peeling (*klick*) 
Leider waren das für mich allerdings auch die einzigen drei Ideen, die Lsat minute und einfach umzusetzen waren.

Ich möchte an dieser Stelle die Bücher keinesfalls schlechter schreiben als sie sind und ich könnte mir durchaus vorstellen, dass sie für den einen oder andern zumindest eine Anregung sein können, Bastelprojekte umzusetzen. Als "Geschenk(!)"-Ideen taugen sie nach meiner Meinung leider nicht viel und ich würde mir wirklich wünschen, dass Autoren derartiger Kreativbücher endlich anfangen darüber nachzudenken, was der (ungeübte) Leser wirklich umsetzen kann und gerne umsetzen möchte, statt ihre Bücher mit Projekten zu füllen, die sich lediglich nett präsentieren lassen.





Auch wenn mich die beiden Bücher nicht überzeugen konnten, möchte ich mich dieser Stelle noch einmal ganz herzlich beim EMF-Verlag für die beiden Exemplare und den unfassbar netten Kontakt auf der Buchmesse bedanken.


      
     
    

LinkWithin

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...