Mittwoch, 9. Dezember 2015

Der Duft von Holz

....der Duft von Holz ist in der Tat etwas, was in mir ein besonders heimeliges Gefühl hervorruft. Vielleicht mag es damit zusammenhängen, dass ich mich an Dinge aus meiner Kindheit erinnere. Damals, als meine Oma noch den Holzofen in der Küche angefeuert hat. Ja, ihr werdet vielleicht erstaunt schauen, aber so war es tatsächlich noch.
Auch zu damaligen Zeit freilich etwas ungewöhnlich und selten, aber darum soll es nicht gehen.
Frisch geschnittenes Holz duftet einfach wunderbar weihnachtlich und ich liebe es.

Dass ich abgesehen davon ein großer Fan von Natürlichkeit bin, ist mittlerweile auch kein Geheimnis mehr. Weihnachten ist für mich rustikal, rot, nordisch, natürlich.
Jedem sei an der Stelle sein Geschmack gegönnt, aber ich kann einfach mit dieser knallbunten Glitzervariante des WEihnachtsfestes nichts anfangen.
Trotzdem soll jeder so schmücken und feiern, wie er es gerne mag.

Gerade weil natürliche Deko mir so gut gefällt, war es eigentlich nicht eine Frage der Zeit, bis ich mich an "Pyrographie" herantrauen würde.
Pyro...was? Ja, ich habe auch etwas komisch geguckt und direkt Bilder von Fußballfans und brennenden Fackeln im Kopf gehabt.
Pyrographie ist und bleibt aber das, was wir aus unserer Kindheit als "Brandmalerei" kennen.
Und darum soll es heute gehen....


Kleine Holzscheiben sollen die Basis meines kleinen Ausflugs in die Brandmalerei sein. Mit einer einfachen Laubsäge oder aber einer Elektrosäge lassen sie sich relativ einfach von etwa arm-dicken Holzstücken abschneiden. 
Die Dicke muss man etwas austüfteln, denn zu dünn geschnitten, werden sie instabil und das Brennen gelingt nicht gut. Zu dicke Scheiben sehen aber klobig und wenig rustikal-schön aus.


Es empfiehlt sich zudem, Vorlagen zu erstellen. Welches Motiv soll auf die kleine, welches auf die größere Scheibe? Sollen es Geschenkanhänger werden? Weihnachtsbaumschmuck oder doch nur Dekoscheiben zum hinlegen?
Gerade, wenn ihr die Scheiben aufhängen wollt, tut ihr gut daran, die entsprechenden Löcher vorher zu bohren. Zum einen geht manch eine Bohrung schief, wenn die Scheibe zu dünn geschnitten wurde. Schade um das fertige Motiv.
Zum anderen könnt ihr so eure Motive besser anpassen und seht sie später nicht durchlöchert am Baum hängen. 


Wenn der Brandkolben richtig heiß geworden ist, geht es auch schon ans Werk. 
Passt schon beim Kauf der Kolben auf, dass ihr etwas Vernünftiges kauft. Günstige Produkte sind zwar verlockend, aber werden meistens so heißt, dass man sie nach wenigen Minuten schon nicht mehr in der richtigen Position festhalten kann, ohne sich die Finger zu verbrennen.
Investiert lieber ein paar Euro mehr in ein geprüftes Produkt.



Der Phantasie sind natürlich wie immer keine Grenzen gesetzt. Mit ein bisschen Übung habt ihr den Dreh auch schnell raus, denn "einfach malen" ist es eben auch nicht. So ein Brandmalkolben will beherrscht werden. Zu viel Druck brennt unschöne Löcher ein. Zu wenig Druck lässt aber nichts sichtbar werden.

Eine kleine Wissenschaft, aber auch ein richtiger Spaß und mindestens genauso entspannend wie der momentane Trend des "Ausmalens".




Vorweihnachtliche Grüße

 

1 Kommentar:

  1. Total schön!
    Meine Eltern haben übrigens immer noch/wieder einen Holzherd in der Küche, auf dem man Kochen und Backen kann. Diese Herde gibt es nach wie vor zu kaufen uns sie sind gar nicht sooooo selten. Wie auch immer, ich probiere heute mal,ob man mit einem normelen Lötkolben auch so hübsche Dinge brennen kann.
    Eine schöne Adventszeit wünsch' ich dir!
    LG vonKarin

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