Dienstag, 3. November 2015

Mordshunger in Chicago

Welch ein grandios kryptisch und bescheuerter Blogposttitel...
Okay, ich gebe zu, meine Wortwahl in der Titulierung meiner Beiträge war auch schon einmal kreativer, aber den "Mord zum Dinner" habe ich beim letzten Post zu diesem Thema schon verbraten. Was will man machen?

Bevor ich mich aber endgültig in Geschwafel verliere, möchte ich euch verraten, worum es heute gehen soll.
Wer mich und diesen kleine Blog schon ein wenig verfolgt, der weiß, dass ich eine gewisse Leidenschaft zu den sogenannten "Krimidinnern" entwickelt habe, seit ich vor zwei Jahren auf dem Geburtstag einer lieben Freundin völlig ins kalte Wasser geworfen wurde. (....und plötzlich eine Co-Bloggerin hatte. Aber das ist eine andere Geschichte ^^) 

Letzte Woche war es auf jeden Fall mal wieder soweit. Der Blaubart Verlag hatte eine neue Version des Krimi-Spiels herausgebracht und die musste sogleich natürlich getestet werden.

Herzlich Willkommen in Chicago 1933,
herzlich Willkommen in den Fängen der Mafia!



Die Story:

Chicago 1933: In den Kreisen der Mafia brodelt es. Präsident Roosevelt will die Prohibition aufheben! Das würde den ehrenwerten Herrschaften ihr lukrativstes Geschäft verderben. Angesichts dieser Krise haben sich die verfeindeten Mafiaclans Linguine und Calzone zu einem Waffenstillstand entschlossen. Ihre wichtigsten Mitglieder treffen sich im Hinterzimmer einer geheimen Bar mit Alkoholausschank, einer sogenannten Speakeasy („Flüsterkneipe“).
Gleichzeitig liegt ein Toter in der Chicagoer Leichenhalle aufgebahrt. Pater Angelo wurde in seinem Beichtstuhl von einer Maschinengewehrsalve durchsiebt. „Die Handschrift der Mafia“, findet Agent Eliot Ness, der die organisierte Kriminalität bekämpft. Und er weiß auch, wo er den Täter finden kann …



Die Verdächtigen:

Don Vito Calzone:
Er wird "der Pate" genannt. Ein Mann ohne Gnade, mit leiser Stimme und tadellosen Manieren. Chef des Calzone-Clans und Vater von Cesare und Sonny.

Cesare Calzone:
Der ehrgeizige Thronfolger von Don Vito. Knallhart und skrupellos. Ein eiskalter Engel, charmant und gut aussehend. Überlässt seinem jüngeren Bruder Sonny gerne die Drecksarbeit.

Sonny Calzone:
Der jüngere Sohn von Don Vito. Durchgeknallt, schießwütig und unberechendbar. 

Pater Camillo:
Ein entfernter Verwandter des Calzone-Clans. Kirchenmann mit sauberer Weste. Salbungsvoll, gläubig und undurchschaubar.



Donna Angelica Linguine:
Die Clan-Chefin. Hält seit 25 Jahren die Zügel des Linguine-Clans in den Händen und lenkt die Geschäfte ihres Mannes, der durch widrige Umstände hinter schwedische Gardinen kam.
Nach außen kühl und undurchschaubar, doch hinter der Fassade brodelt ihr Temperament.

Maria Linguine:
Die Tochter von Angelica. Ein Unschuldsengel mit mädchenhaftem Anlitz. Doch hinter ihrem verspielten Rock und den Engelslocken verbirgt sich ein Hang zur Graumsakeit.

Lucrezia Linguine:
Marias ungleiche Zwillingsschwester. Ehrgeizig und burschikos, bildschön und doch skrupellos.

Nonna Valentina:
In ihrer Jugend wurde sie "die blutige Valentina" genannt. Die Schwiegermutter der Clanchefin mit einer ganz eigenen Geschichte. Bisweilen etwas verwirrt, aber noch immer ein Profi.




Ging es bei meinem letzten Krimidinner (Der Fluch der grünen Dame) noch auf ein englisches Landschloss, so durfte ich mich in Sachen Deko und Ambiente dieses Mal in einer ganz anderen Richtung austoben.
Mafia, eine Flüsterkneipe, illegales Glücksspiel, Whiskey und viel Geld waren schließlich das Thema.

Wieviel man mit so wenig erreichen kann, hat mich selbst überrascht, doch als ich erst einmal begonnen hatte, kamen die Deko-Ideen ganz von allein.
Um allein die düstere Atmosphäre eines Hinterzimmers zu schaffen, wurden alle erdenklichen Lampen und Lichtquellen mit transparentem Papier in warmen Tönen, wie Braun, Rot und Orange verhangen. Das so gedämpfte Licht machte allein schon einiges her.
Kristallgläser, viele Glaselemente und Kerzen rundeten das Ganze ab.
Natürlich durften Spielkarten, Pokerchips und Goldmünzen nicht fehlen. 

Aber seht selbst:

Omas alte Kristallgläser erlebten ihren zweiten Frühling und umhüllt von braunem und orangen Laternenpapier tauchte die moderne Deckenlampe das Esszimmer in wunderbar düsteres Licht eines echten HInterzimmers.


Keine Mafia-Runde ohne teure kubanische Zigarren! Raucher sind wir zum Glück alle nicht, aber Naschkatzen und so fand meine Version der Glimmstängel doch letztlich mehr Anklang als das Original mit Tabak. 



An das vorgegebene Menü habe ich mich (mal wieder) übrigens nicht gehalten. Statt getrockneten Tomaten und Co gab es an diesem Abend selbstgemachte Mini-Pizzen, Lasagne und einen fabelhaften Mandel-Schokokuchen. 
Zwar sind die Vorschläge, die mit dem Spiel geliefert werden oft sehr passend, doch manchmal schlicht arg aufwendig. Gerade wenn man alleine für 8-10 Personen kocht und am besten noch mindestens einen Vegetarier (Veganer) am Tisch hat.
Daher habe ich bisher eigentlich immer ein abweichendes Menü geschaffen und konnte mich so besser auf die Vorlieben und Geschmäcker meiner Gäste einlassen.


Wer der Mörder ist und welche Geheimnisse die Familien Calzone und Linguine haben, möchte ich an dieser Stelle natürlich nicht verraten.
Wer aber ein Fan von Cluedo und Co ist oder einfach mal einen etwas anderen Abend mit Freunden verbringen möchte, dem sei der neuste Streich aus dem Hause Blaubart wärmstens ans Herz gelegt.
Gerade das Mafia-Thema begeistert mich nach wie vor und ist definitiv eines der cooleren Themen der Mörderischen Dinnerpartys.


Habt ihr eine solche Dinnerparty schon einmal veranstaltet oder seid Gast auf einer gewesen?

Welche Version habt ihr schon gespielt und könnte sie uns vielleicht sogar empfehlen?


Mörderische Grüße



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