Montag, 13. Oktober 2014

Torte voller Überraschungen

Neulich stand ich vor einem kleinen Problem! Eine liebe Freundin von mir hatte Geburtstag und natürlich wollte ich ihr gerne etwas schönes schenken. Dass ich Freude daran habe, meinen Geschenken auch optische das Gewisse etwas zu verleihen, hat sich wahrscheinlich schon rumgesprochen.

Nun war es aber so, dass besagte Freundin an ihrem Ehrentag gar nicht in Deutschland, sondern im deutlich sonnigeren Süden weilte. Mein Vorhaben, ihr einen richtig tollen Geburtstagskuchen zu backen, viel damit mehr oder weniger aus. 
Aber was soll ein Geburtstag ohne Kuchen schon für ein Geburtstag werden?
Da ich aber nicht wusste, wann ich sie wiedersehen und ob ich die nötige Zeit zum Backen haben würde, musste eine andere Lösung her.


Geburtstagstorte voller Überrschungen:

Warum soll sich eine hübsche Geschenkverpackung denn auch nicht mit einer haltbaren Geburtstagstorte verdinden lassen? Diesen Gedanken habe ich ein wenig weiter gedacht und kurzerhand die Torte zur Verpackung gemacht.

 

Was wir brauchen:


Je nachdem wie groß das zu verpackende Geschenk ist oder je nachdem wie eindrucksvoll eure Torte werden soll, wählt ihr eine größere oder kleinere Spanschachtel.
Statt dieser kleinen Holzschachteln tun sicher auch Vetreter aus Pappe und Karton ihre Dienste und sind wesentlich günstiger.
Meine Torte sollte lediglich für kleinere Teile des Geschenks eine Herberge werden und so habe ich eine Schachtel mit 12cm Durchmesser gewählt.


Struktur schadet nie! 

Im gut sortierten Bastelbedarf gibt es neben einfachen Acrylfarben auch Strukturpasten in verschiedenen Farben und mit verschiedenen Effekten zu kaufen. Mit einer solchen Paste wird die Spanschachtel einmal komplett bestrichen. Am besten funktioniert dies mit einem Spachtel. Ziel des Ganzen ist es, der Torte ein wenig "Sahne-Optik" zu verleihen. Ordentliches Bestreichen ist also nicht nötig, Haupsache die ganze Schachtel ist von Paste bedeckt und bekommt eine schöne Struktur.
 

Gleiche Effekte lassen sich übrigens auch mit einfacher Acrylfarbe erzielen, die in mehreren Schichten übereinander gestrichen wird.
Allerdings sollte man Schicht für Schicht trocknen lassen, was diese günstigere Methode natürlich deutlich zeitraubender macht.


Das Sahnehäubchen auf jeder Torte

Keine Sahnetorte ist eine wirkliche Sahntetorte ohne kleine Häubchen und Verzierungen. Ob das nun auch mit Farbe gelingen würde, war für mich natürlich eine kleine Herausforderung, aber nach ein paar kleinen Fehlversuchen klappte es dann doch ganz schnell und einfach.



Um kleine "Sahnetuffs" aus Acrylpaste auf eure "Torte" zu bekommen, setzt ihr einfach einen Sternaufsatz eines ganz normalen Spritzbeutels auf eure Farbtube und verwendet diese wie einen richtigen Spritzbeutel. 
Das mag im ersten Moment merkwürdig sein, aber es funktioniert.
Wenn der Aufsatz auch sofort nach der Verwendung heiß ausgewaschen wird, bleiben keine Reste zurück und er kann wieder für seinen eigentliches Bestimmungszweck genutzt werden.

Die kleinen Sahnehäuchen lasst ihr nun erst einmal mindestens über Nacht trocknen, damit auch alles schon fest in Form bleibt.


Bunte kleine Lichter als Hingucker

Ein bisschen Farbe braucht die kleine Torte natürlich auch noch und was ist denn bitte eine Torte ohne Kerzen?
Eben! Deshalb kommen zum Schluss noch kleine bunte Geburtstagskerzen auf den Deckel unserer Spanschachtel.


Damit diese bombenfest halten und nicht am Ende etwas in Flammen aufgeht, sticht man zunächst kleine Löcher in den Deckel der Schachtel. Diese füllt ihr anschließend mit etwas Strukturpaste er Acrylfarbe wieder auf und steckt die Kerzen hinein. Wenn alles getrocknet ist, können die Kerzen ohne Bedenken angezündet werden.


Nachdem die Geschenkschachtel-Torte mit kleinen und große Überrschungen gefüllt wurde, drappiert ihr vielleicht noch eine kleine Dekoschleife herum, schließlich ist es ja immer noch eine Geschenkverpackung.

Mein eigentliches Geschenk war übrigens ein Buch, welches ist in Alusfolie eingeschlagen und als "Tablett" unter die Torte geklebt hatte.

Wie gefällt euch denn meine Lösung der "haltbaren Geschenke-Torte"?


Viele Grüße

Mittwoch, 8. Oktober 2014

Sicherer Tabletschutz - schnell und einfach selbst genäht

Long time ago....

Ja, ich muss mich schämen und ich muss mich entschuldigen, aber das Leben spielt leider manchmal eine andere Melodie als die, die wir gerne hören wollen. So hatte meine doch etwas länger gewordene Blogpause natürlich in erster Linie mit mangelnder Zeit zu tun. Leider musste ich aber auch einem geliebten Menschen vor einigen Wochen Lebewohl sagen. An bloggen war zuletzt einfach nicht zu denken. Ich hoffe, ihr versteht das zumindest ein wenig.

Nun möchte ich aber wieder mal eine kleine Idee zeigen, die ich vor einigen Tagen in die Tat umgesetzt habe, als mir klar wurde, dass mein geliebtes neues Tablet ein bisschen Schutz vertragen könnte.


DIY-Tablet-Hülle mit Eulenmotiv:

Dass Eulen (neben Pandas) bei mir ganz hoch im Kurs stehen, ist ja nun wahrlich kein Geheimnis mehr und deshalb habe ich mich mal an einem kleinen Eulenmotiv versucht.

Für alle, die nun zurückschrecken: 

Die Hülle ist auch für Nähanfänger oder Handnäher problemlos nachzumachen. Ob jetzt mit Eule, Panda oder Riesenungeheuer bleibt natürlich jedem selbst überlassen. Das Prinzip ist aber immer das Gleiche...


Die Filzplatten sind in ihrer Größe natürlich von eurem Tablet abhängig. Ich habe es für mein iPad etwas zu gut gemeint und eine 70er-Platte genommen. Eine 45er hätte aber auf jeden Fall euch gereicht. Wichtig ist nur, dass ihr die größte Stärke wählt, denn die Hülle soll euer Tablet ja schützen. 
Für die Dekorationselemente reichen dünnere Filzplatten von 1,5mm. Diese lassen sich deutlich leichter verarbeiten, als ihre starken Verwandten.

Wie ihr die Hülle letztlich verschließt und ob ihr überhaupt einen Verschluss eingearbeitet haben wollt, ist Geschmackssache. Dazu komme ich aber später.

Maßarbeit am Anfang:
 

Natürlich müsst ihr zunächst einmal Maß nehmen. Die Grundhülle sollte doppelt so breit sein wie euer Tablet. Zusätzlich rechnet ihr für den rechten und linken Rand noch mindestens 2cm Nähkante hinzu. 
Auch in der Höhe bekommt euer Grundfilz eine Zugabe von 2-3cm für die Naht (unten) sowie eine Zugabe von mindestens 3cm (oben), um eventuelle Verschlüsse einarbeiten zu können.

Diese Grundplatte nehmt ihr denn einmal doppelt in der Mitte und näht die beiden Seiten und die untere Öffnung zu. 
Natürlich müsste man die Seite, die nur geknickt wird, nicht wirklich vernähen, sie ist ja schließlich schon zu, aber eine rundum gesetzte Naht sieht im Endergebnis für meinen Geschmack einfach schöner aus.

Details und kleine Hingucker:


Die dekorativen Details zeichnet ihr euch am besten zunächst auf einem Stück Papier mehrfach vor und schneidet euch daraus kleine Einzelvorlagen, deren Konturen dann auf den Filz übertragen werden können. Ob ihr sie nun festnäht oder stickt, bleibt eurem Geschmack überlassen. Ich habe eine Kombination aus beidem gewählt, um dem Kleeblatt noch einen klein bisschen aufzupeppen. 

In jedem Fall werden die Details von Hand angebracht. Es sei denn, ihr seid absolut geübte Näherinnen, dann geht das bestimmt auch mit der Maschine. 
Kleben würde ich an dieser Stelle nicht empfehlen. Mein Versuch - auf purer Faulheit versteht sich - ist kläglich gescheitert. Wahrscheinlich hatte ich auch den falschen Klebstoff, aber letztlich gefällt mir die gestickte/genähte Version eh viel besser.


Die obere Öffnung der Hülle habe ich zum Schutz mit einem Klettverschluss versehen, den ich von innen per Hand so eingenäht habe, dass die Stiche nicht nach außen sichtbar wurden.
Per Maschine geht das wahrscheinlich auch, allerdings übersteigt das dann doch meine Nähkünste. Deshalb habe ich mit einer einfachen Nadel und farblich zur Hülle passendem Garn einfach nur zur Hälfte in den Filz eingestochen und das Klettband so vernäht.

Zum Schluss der Verschluss?
Ob man es am Ende einnäht oder ganz zu Beginn kommt letztlich aufs Gleiche raus.
Zu Beginn ist es leichter, weil man besser nähen kann. Nun bleibt aber die Maschine an dem dicken Stück hängen und es erfordert etwas Geschick, die Nahr darüber zu ziehen.
Später ist das vernähen des Klettbandes natürlich etwas schwerer, weil der Spielraum für Hand und Nadel geringer ist. Dafür fällt das Nähen der Grundhülle aber deutlich einfacher.

Alternativ könnte die Hülle aber auch mit einfachen Druckknöpfen oder mit Dekoknöpfen auf der Vorderseite verschlossen werden.
Je nach Belieben und Design.


Was tun mit den Resten?
 
Da man natürlich nichts wegwerfen soll, habe ich noch schnell ein paar kleine Eulenanhänger aus den Filzresten genäht. Ihr kennt das Phänomen der großen allesfressenden Handtaschen sicherlich. So ein Exemplar wohnt natürlich auch bei mir und verschluckt regelmäßig meine Schlüssel. 

Mal sehen, ob das mit einem größeren Anhänger nun besser wird. Ich hoffe es doch sehr.

Genau wie bei der Dekoeule näht ihr die Details zusammen, einzig den Eulenkörper schneidet ihr vorher doppelt aus eurer Filzplatte aus und näht ihn vorsichtig auf die Vorderseite. Lasst eine kleine Lücke in der Naht und stopft den Eulenkörper mit etwas Watte oder Füllwolle aus, bevor ihr die Naht endgültig verschließt. Mit einem kleinen Loch kommt die Eule an den Schlüsselring und kann aufpassen, dass die gefräßige Handtasche nichts verschluckt.




Das wars für heute von mir und ich sage ganz bewusst "Bis bald!", denn so lange wie zuletzt möchte ich euch nicht mehr warten lassen.

Ich hoffe, meine kleine Filzidee hat euch gefallen? 
Was ich bisher so mit Filz angestellt habe, könnt ihr euch *Hier*  ansehen. Vielleicht ist da ja auch noch etwas für euch dabei?


Viele Grüße


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