Donnerstag, 31. Juli 2014

Sommer-Deko aus Holz-Stielen

Neulich postete ein Bekannter von mir eine wunderschön zynische Postkarte mit dem Spruch "Ist das Sommer oder kann das weg?", wenn ich heute so aus dem Fenster schaue, dann bin ich mir auch gar nicht mal so sicher, was das da draußen überhaupt ist.
Sommer? Früh-Herbst? Mischmasch? Ich weiß es nicht.

Doch manchmal, wenn wir wirklich Glück haben, erwischen wir ja doch einen dieser schönen sonnigen und sommerlichen Tage. Und wenn wir dann noch ganz besonders viiiiel Glück haben, ist dieser Tag sogar ein Samstag oder Sonntag.
(Ihr wisst, was ich meine... Gutes Wetter gibt es ja prinzipiell auch immer nur unter der Woche, wenn alle arbeiten müssen.)

Nun, da ich in den vergangenen Wochen ja beschlossen habe, dass Sommer auch immer ein bisschen eine Frage dessen ist, was man draus macht, habe ich die kleine Serie Sommer Süß ins Leben gerufen. Während ich mich also eingehend mit Eis und süßen Schleckereien für den "Ist das Sommer oder kann das weg?" beschäftigt habe, kam mir in den Sinn, dass diese kleine Stäbchen, die Eis-Stiele doch mit Sicherheit noch für mehr gut sein müssen, als sie in Fruchtmus und Co zu stecken und einzufrieren.

Sommer-Deko aus Holz-Stielen:


Egal, ob wir uns an einem größeren Tablett, oder so wie ich an kleineren Untersetzern versuchen wollen, im Ergebnis bleibt das ganze kleine Projekt einfach, simpel, schnell und mit wenigen Materialien. Ihr wisst ja, dass solche DIY mir immer die Liebsten sind.

Was wir brauchen:



An die Pinsel und los geht's:
Zunächst färben wir unsere Holzstäbchen ein. Natürlich könnte man sie auch einfach in Natur belassen, aber ein wenig Farbe soll ja schon ins Spiel. Vor allem, wenn der Sommer uns etwas im Stich lässt.
Ich habe mich für "maritimes" Blau entschieden. Knallt natürlich nicht wirklich, aber gefiel mir in Kombination mit einer sandigen Tischdeko relativ gut. 

Wie die Stiele letztlich eingefärbt werden, ist euch überlassen. Acrylfarbe hat ihre Vor- und Nachteile. Sie ist nicht unbedingt super wasserfest, lässt sich dafür aber gut verarbeiten, meistens in jedem halbwegs sortierten Bastelfundus schon vorhanden und lässt sich auch schön mischen, so dass Farbverläufe auch kein Problem sind.

Mit Lacken könnte man auch sein Glück versuchen und hätte somit Tabletts und Untersetzer, die Feuchtigkeit abweisen. Stinkt natürlich eine ganze Weile und ist etwas mühseelig, sofern ihr keinen Sprühlack verwendet, sondern vielleicht eure Beauty-Leichen mal aufbrauchen möchtet.


Ganz gleich, welche Färbemethode ihr gewählt habt, sobald eure Stäbchen trocken sind, geht es ans Zusammenbauen unserer Untersetzer/Tabletts.
Hierzu verfahrt ihr wie bei einem Floß. Zwei Querbalken halten die restlichen Längststäbe. 

Für größere Tabletts versetzt ihr das Ganze ein wenig, um die Fläche so auszuweiten. Das Prinzip bleibt aber das Gleiche.
Mit Leim oder Decopatch-Kleber (meine persönliche Wunderwaffe für ALLES!) halten die Stäbchen binnen kürzester Zeit und fertig ist die kleine Sommerdeko.


Für die glorreiche WM-Zeit hatte ich mich übrigens bereits an einer anderen Version der Stäbchen.Deko versucht, doch im Siegestaumel und im Stress der letzten Wochen ist sie schlicht untergegangen. Trotzdem möchte ich sie euch natürlich nicht vorenthalten.

Bei ihr habe ich tatsächlich auch goldenen Lack verwendet. Funktioniert ähnlich gut, wie Acrylfarbe, ist nur wie gesagt ein wenig mühsamer.



Ich hoffe meine kleine Deko-Idee hat euch gefallen. Denkt einfach daran, egal ob die Sonne knallt oder nicht, Sommer ist, was wir daraus machen.

In diesem Sinne verabschiede ich mich mit den sonnigsten Grüßen 


Freitag, 25. Juli 2014

[Tipps & Tricks] Kreativ durch jede Woche

Die Einen sehen darin aktuell einen riesigen Trend, die anderen können nur den Kopf schütteln. Das sogenannte "Filofaxing" spaltet die Gemeinde.
Die Einen finden den Hype übertrieben, denn dass man Kalender und Planer bunt bekleben und gestalten kann, ist ein Geheimnis, was wir alle wahrscheinlich spätestens in der Mittelstufe gelüftet haben. Die Anderen verfallen in einen Deko-Rausch.

Jedem soll das Seine gelassen werden, auch wenn ich eher zu der Fraktion gehöre, die schon seit Urzeiten gerne ihre Planer und Kalender etwas aufhübscht. Trotzdem erfreut mich der neue "Filofaxing-Trend".

Nachdem ich ein paar Bilder zu diesem Thema vor einigen Wochen auf Instagram gepostet hatte, bekam ich Nachfragen, ob ich nicht einmal etwas darüber schreiben könnte.
Nun, euer Wunsch sei mir Befehl.

Neben ein paar allgemeinen Ideen, filofaxen wir uns dann einfach mal zusammen durch eine Woche.


Filofaxing Ideas

Ob man nun ein "original" Filofax braucht, um glücklich zu sein.....? Ich möchte dazu nicht viel sagen, jeder muss sehen, womit er in seiner Wochenplanung am Besten zurecht kommt. Ich für meinen Teil besitze kein richtiges Filofax, sondern habe Ende letzten Jahres bei der fabelhaften Ina einen individuellen Kalender gewonnen mit dem ich mehr als glücklich und zufrieden bin.

Im Grunde genommen eignet sich jeder Planer, Timer oder Kalender. Egal ob nun klassisches Filofax, Schülerkalender oder ähnliches.


Ideen für kreative Kalender

Dank meines Gewinns konnte ich mir den Kalender von A-Z selbst gestalten, Cover und Rückseite inklusive. Die Bilder dürften euch bekannt vorkommen, wenn ihr schon eine Weile meine Reise auf diesem Blog begleitet. Der Spruch ziert die Rückseite und schließt den Kalender für meine Begriffe sehr schön ab.
Ist es nicht so, dass jeder Tag immer auch etwas Gutes hat, wenn wir uns die Mühe geben, es sehen zu wollen?

Für alle, die einen Kalender mit klassischem Cover ohne Motiv etc. besitzen kann an dieser Stelle natürlich schon der erste kreative Schritt beginnen. Der Gestaltunsgfreiheit sind wie immer kaum Grenzen gesetzt.


Was brauche ich zum Filofaxing?

Gleiches gilt für die Dekorationen der inneren Seiten. Erlaubt ist, was gefällt!

Zu meinen Basics gehören hierbei fast immer:
  • Streublumen aus Seidenpapier
  • Masking Tapes (!!!)
  • Aufkleber, Klebebuchstaben, Konturensticker
  • Ösen, Applikationen, Steinchen
  • Cutties, Wertmarken, Garn
  • die obligatorischen Post its von Hema


Werkzeug zum kreativen Gestalten

Auch in Sachen Werkzeug gibt es viele nützliche Helferlein. Am häufigsten kommen bei mir Stanzer zum Einsatz, denn gerade Flächen für Noitzen, Erinnerungen und Co lassen sich mit ihnen wunderbar in Form bringen und aufhübschen.
Nützlich sind zudem Präzisions-Cutter, kleine Schneidemesser und Scheren. Selbige gibt es übrigens momentan mal wieder bei Tchibo. Genau wie einen ganzen Koffer voller Konturscheren und ein riesiges Set Maskings Tapes. Teile davon sind seit gestern auch in meinem Besitz und ich kann - wie so oft - nur eine große Kaufempfehlung aussprechen, falls ihr noch auf der Suche nach Bastelzubehört seid!



Easy filofaxing DIY

In meinem Kalender bekommt jede Woche erst einmal eine individuelle Kopfzeile. Hierbei überklebe ich den vorgedruckten Monat immer mit Washi Tape meiner Wahl. Ob gemustert oder uni kommt dabei immer ganz auf das "Thema" an, welches ich meiner Wochen-Seite geben möchte.
Eine Mischung aus breitem und schmalem Tape gefällt mir hierbei am Besten.
Der Cutter hilft, das Tape passgenau zurecht zu schneiden.

Je nach Lust und Laune und vor allem, wenn innerhalb einer Woche ein Wechsel ansteht, bekommt die Kopfzeile noch einen kleinen Monats-Schriftzug aus Klebebuchstaben.


Labels aus Washi Tape

Wenn das Grundgerüst der Seite verziert ist, geht es an die kleinen oder größeren Feinheiten.
Besonders oft bekommen meine Seiten kleine "Notiz"-Ecken, in denen ich Erinnerungen, wichtige Termine, Adressen oder sonstige Dinge, die ich in der Woche unbedingt auf dem Schirm haben muss, notiere.

Diese kleinen "Notiz"-Ecken stanze ich mir meistens aus bunter Pappe, die zum Farbschema der jeweiligen Wochenseite passt oder bastel sie mir aus ein wenig Papier und Masking Tape ganz schnell selbst.


My filofax

Auf zu viele Dekoelemente verzichte ich letztlich dann doch, denn die einzenen Tagesabschnitte meines Kalenders sind im Gegensatz zu meinen zahlreichen Terminen nicht endlos. Ich brauche schlicht und ergreifend den Platz. Doch ein paar Dekoblümchen, die farblich zum Schema passen, gehen natürlich immer und lockern das Gesamtbild schön auf ohne es zu überladen.


kreative to do Liste

Neben dem kleinen Post it - Regenbogen, den ihr oben schon sehen konntet, habe ich das klassische Lineal, das so ziemlich jeder Kalender zur Wochenanzeige in seinem Inneren bereit hält, zu meiner persönlichen To- do - Liste umfunktioniert. Eine Karte aus stabilem Motivkarton, der farblich zum Grundkalender passt, wird regelmäßig mit einfachem weichen Papier beklebt und mit allem gefüllt, was wichtig und unwichtig ist und erledigt werden muss.
Dank Washi Tape lassen sich die Listen jedes Mal rückstandslos ablösen und es ist Platz für neue Aufgaben.

Aus den Hema-Post its habe ich zudem einige kleine Sticker gemacht (Meine Stickermaschine habe ich doch schon gezeigt oder etwa nicht?), die der To-do-Liste noch ein bisschen Deko verleihen.


Ob ihr nun auf klassisches Design oder knallbunte Seiten steht, ist natürlich eure Sache. Ein paar meiner kommenden Wochen sehen aber zum Beispiel so aus:


 Very british mit dem absoluten Tape-Klassiker im Luftpost-Design und Noitzecken in Kofferanhänger-Form



Zackig eckig in Flieder und Rosa mit ein paar Steckblümchen und umrandeten Maxi-Post its.



Oder ganz klassisch und ein wenig glitzernd mit umrandeten Seiten und Cuttie für Notizen.



Mittlerweile gehört das Gestalten der Seite für mich zum festen Ablauf eines Wochenplans. Je nach Lust und Laune kann es dann schon einmal passieren, dass ich 3-4 Wochen an einem Stücken gestalte und mich dann erst der eigentlichen Planung der kommenden Woche widme. Gerade in stressigen Wochen freue ich mich dann immer, wenn ich schon ein wenig Farbe und Deko im Kalender habe und "nur" noch schnell meine Termine eintragen muss.


Ich hoffe, meine kleine Sammlung zum Thema "Filofaxing" hat euch gefallen und vielleicht sogar auch ein wenig auf den Geschmack gebracht?

Oder seid ihr schon längst dem Wahn verfallen oder vielleicht sogar strickte Gegner, die gerade nur den Kopf schütteln und die Augen rollen können?


Viele bunte Grüße



Freitag, 18. Juli 2014

[Sommer Süß] - Grün und würzig


Ob wir wollen oder nicht, das Wetter hat offensichtlich seinen eigenen Kopf. 
Petrus ist aber auch ein Scherzkeks. Kaum hat man sich mit einem verregneten Sommer abgefunden, dreht er wieder am Thermometer und allerorts stöhnen wir vor Hitze auf. Oder haben uns eben gerade dran gewöhnt und müssen uns tags drauf wieder mit nassem Schmuddelwetter abfinden. 

Hauptsache zu Weihnachten haben wir am Ende wieder 10-15 Grad...Petrus, du Witzbold! 

Aber ganz gleich, wie wir zum Wetter stehen und ob wir in Norden, Süden, Osten oder hier im schönen Westen von der Sonne geküsst werden oder nicht, Sommer ist ja letztlich immer noch das, was man selbst draus macht.  

Und zum Sommer gehört nunmal Eis! 

Nachdem der Klassiker aus Erdbeereis und mein kleiner Versuch mit blauen Beerchen bei euch ganz gut angekommen ist, möchte ich mich heute einmal etwas weiter aus dem Fenster lehnen. Wie wäre es mit einer erfrischend-würzigen Variante "Sommer Süß"?  
 

Basilikum-Minze-Jogurt-Eis:
 

Wenn ihr gerade skeptisch guckt, lasst euch gesagt sein, das habe ich auch anfangs, als ich das Rezept gelesen habe. Eis mit Basilikum? Das soll schmecken?
Ohja, das schmeckt und wie es schmeckt! Gerade an besonders heißen Tagen ist es eine phantastische Abkühlung, die vor allem nicht so süß ist.


Was wir brauchen:


Auch für diese Variante "Sommer Süß" habe ich mich wieder meiner neuen und mittlerweile schon heiß geliebten Eis-Förmchen von Tchibo bedient. Natürlich schmeckt das Eis auch in den ganz einfachen Eisförmchen vom schwedischen Möbelhaus oder aus einfachen Plastikbechern, aber irgendwie machen die kleinen Silikonförchen das ein noch ein kleines bisschen hübscher und das Auge isst ja bekanntlich mit
Solltet ihr die Förmchen noch irgendwo ergattern können, kann ich sie euch nur wärmstens ans Herz legen. Die Handhabung ist einfach super, sie lassen sich kinderleicht reinigen und mit 4,95€ für 4 Förmchen ist der Preis auch einfach unschlagbar im Vergleich zu ähnlichen Formen.


Wir hacken und mischen:


Bevor ihr die würzige Abkühlung genießen könnt, müsst ihr natürlich noch etwas dafür tun. Nichts im Leben ist schließlich umsonst! ;)
Zupft die Blätter von Basilikum und Minze vorsichtig ab, wascht sie und schüttelt sie trocken. Nachdem ihr sie kurz in grobe Stücke gehackt habt, püriert ihr sie mit dem Saft einer Zitrone sie kurz in einem hohen Gefäß, so dass ein grober Brei entsteht. Einzelne Stückchen dürfen aber ruhig noch sichtbar sein, sie geben dem Eis am Ende auch eine schönere Optik und euch mein fröhlichen Genießen noch einen zusätzlichen Geschmacks-Kick.



Verrührt anschließend den griechischen Jogurt mit dem Puderzucker. Es ist sinnvoll, die Puderzucker in den Jogurt zu sieben, so vermeidet ihr störende Klümpchen von Anfang an. Anschließend gebt ihr euer Minze-Basilikum-Mus zum Jogurt und mengt alles einmal kräftig durch bevor ihr eure Eisförmchen befüllt.

Nach 5 Stunde oder besser einer kompletten Nacht im Eisfach wartet dann ein frischer und würziger Genuss auf euch.

Selbst gemachtes Eis mal anders, aber glaubt mir..... das Experiment solltet ihr tatsächlich wagen. Basilikum-Minze-Eis ist tatsächlich ein absoluter Sommer-Traum!
 



Das wars von der sommerlich süßen Front für heute. Ich hoffe, mein kleines Experiment begeistert euch genauso wie mich?

Wie sorgt ihr bei den heute dann doch sehr heißen Temperaturen für Abkühlung?

Mit Ventilator von außen? Kühlem (Selbstmach-) Eis von innen? Oder gar beides?


Sommerliche Grüße

Dienstag, 15. Juli 2014

Härtetest für kleine Steine

Wie ihr wisst kennt meine Neugier in Sachen Kreativ-Techniken und Bastelsachen keine Grenzen. Was ich nicht kenne, wird einfach mal ausprobiert. Manchmal mit Erfolg, manchmal mit Misserfolg. Gerne verspreche ich mir mehr von der Sache, als sie tatsächlich leisten kann und manchmal bin ich schlicht zu doof. 

Trotzdem endet meine Lust neue Dinge auszuprobieren wahrscheinlich niemals und darüber bin ich froh. Nachdem ich mich schon einige Mal an Mosaiksteinchen versucht habe und mit den Ergebnissen im Grunde genommen recht zufrieden war, versprach mir der von mir doch sehr gern genutzte VBS- Hobbyversand nun, dass sie etwas Neues in Sachen Mosaik zu bieten haben. 
Man kennt das Problem ja, passgenau bekommt man die kleinen Steinchen eigentlich nie geschnitten, denn mit Zange und Co werden die Bruchkanten oft nur eines....abgebrochene Kanten. Wirklich sauber und präzise formen war zumindest mir bisher nie möglich. 

An dieser Stelle soll Acryl-Mosaik Abhilfe schaffen, denn durch die leichtere Struktur ist es angeblich sogar mit der Schere formbar und somit auch für das Basteln mit Kindern bestens geeignet.  

Auf den Zahn gefühlt:



Natürlich lasse ich mich nicht lange bitten und wollte man schauen, was das "neue" Mosaik so alles kann. Allerdings war es mir dann doch etwas zu langweilig, mal wieder Bilderrahmen, Töpfe oder andere Standard-Sachen mit den Steinchen zu verzieren und deshalb habe ich mir ein paar Gedanken gemacht, wie man die bunten Plättchen für alles rund um Feierlichkeiten, Partys und Feste nutzen könnte.


Mosaik - Tischkärtchen:


Der Grund, bei einer Feier Tischkärtchen aufzustellen ist ja häufig vielfältig. Selbst wenn es nur ein niedliches kleine Deko-Element sein sollte. 
Als erster kleiner Härtetest kam die Idee auf jeden Fall wie gerufen.


Tatsächlich lassen sich die kleinen Steinplättchen leicht brechen, doch bei meinem ersten Versuch scheiterte ich mit der Schere leider. Wahrscheinlich wäre es möglich gewesen, die Mosaiksteine mit einer handelsüblichen Haushaltsschere in Form zu bringen, doch ein wenig zu riskant schien mir die Sache schon. Schließlich wollte ich meine Schere auch noch in Zukunft benutzen können.
Letztlich habe ich mich dann doch wieder für die Zange bzw. den Seitenschneider aus der Schmuck-Bastel-Kiste entschieden. Damit funtkioniert das Zerteilen auch erstaunlich gut, nur an der Präzision haperte es noch etwas.

Für mein Tischkarten-Projekt war dies allerdings kein Problem, denn ich wollte gerade diese Unregelmäßigkeiten in den einzelnen Bruchstücken haben.



Herzlichen Einladung mit Mosaik:


Neben der einfachen Handhabung in Sachen Formen und Zuschneiden soll das neue Acrylmosaik auch einfach zu befestigen sein. Man kennt es ja von "normalen" Mosaiksteinen, ohne entsprechenden (und leider teuren) Mosaikkleber halten sie mehr schlecht als recht, was unterm Strich immer dann besonders ärherlich ist, wenn man Formen verziert, die zum Trocknen der Fugenmasse nicht flach auf dem Boden liegen können. Es rutscht, es fällt, man ärgert sich.

Zur Probe aufs Exempel habe ich mich an einer netten kleinen Einladungskarte versucht. Viele Steinchen auf einem relativ dünnen Untergrund, ich war gespannt was passieren würde.


Selbst mit handelüblichem Klebestift hielten die Steinchen verhältnismäßig gut. Die glatte Oberfläche der Acrylsteine tat wohl ihr Übriges, denn ein Aufkleben normaler Steine mit bloßem Papierkleber wäre tendenziell ja eher undenkbar gewesen.
Wirklich bombenfest halten die Steinchen zwar so auch nicht, aber tauscht man Papierklebestift gegen normalen Flüssig-Bastelkleber aus, dann muss man sich keine Sorgen machen, dass ein Steinchen unterwegs verloren geht.

Definitiv ein Pluspunkt für das neue Acrylmosaik.


Kinderleicht?

Zu guter Letzt durften dann auch noch die Kids ran. Ganz aufgeregt waren sie, als ich ihnen erzählte, dass wir nun Versuchskaninchen sind, die etwas ganz Neues testen dürfen. Lange gefackelt haben sie natürlich nicht. Jeder suchte sich einen Teller und los ging der Spaß.

Doch leider erging es den Kindern kaum anders als mir. Mit normalen Bastelscheren waren die Steinchen so gar nicht formbar und auch mit schärferen Modellen war das Formen eher auf gut Glück, als präzise. Zudem habe ich diese Arbeit dann letztlich aus Sicherheitsgründen übernommen und mir dabei prompt selbst noch in die Hand gezwickt. 


Aber auch ohne großes Zuschneiden hatten die Kleinen ihren Spaß und sind am Abend solz wie Oskar mit ihren bunten Tellern nach Hause gegangen. Wann ist man schließlich schonmal kleiner Tester in großer Sache?


Fazit: 
Die Idee Mosaiksteine herzustellen, die den normalen Steincharakter ein wenig verloren haben und sich leichter verarbeiten lassen, finde ich super. Auch das Klebeverhalten der Steine ist eine deutliche Erleichterung der Arbeit. Selbst auf Porzellantellern hielt alles mit normalem Bastelkleber bombenfest. 

Leider scheitern auch diese neuen Acrylsteine an der leichten Formbarkeit. Die Verarbeitung ist zweifelsfrei einfacher als mit den klassischen Steinchen, trotzdem ist präzises Zuschneiden ohne wirklich große Profiausrüstung, sondern nur mit handelsüblichen Werkzeugen kaum bis gar nicht möglich.
Ein Punkt in dem ich leider keine Verbesserung im Vergleich zu klassischen Mosaiken sehe.

Ein letzter Punkt begeistert mich aber doch, denn dadurch, dass die Steinchen aus Acryl gefertigt sind, sind sie durchsichtig und lassen sich wahrscheinlich sehr gut für Kerzenhalter, Windlichter, Gläser und ähnliches verwenden. Anders als Glassteine dürfte ihre Verarbeitung aber um längen komfortabler und vor allem auch sicherer sein.


Sofern ich demnächst noch einmal ein Projekt mit Mosaik planen sollte, werde ich auf jeden Fall schauen, ob Acrylmosaik in der entsprechenden Farbe verfügbar ist, denn unabhängig von der ebenfalls ungünstigen Formbarkeit gefallen mir seine Vorteile durchaus gut.

Nette Idee von den Jungs und Mädels von VBS und zumindest einen halben Daumen hoch von meiner Seite aus....


Bunte Grüße











Freitag, 11. Juli 2014

[Sommer Süß] - Blaues und Bekanntes

Mir scheint, ich habe mir mit meiner kleinen Ideen zum Thema Sommer, Eis und süße Abkühlungen selbst ein Ei ins Nest gelegt. Wo ist denn bitte der versprochene Sommer? Im Rheinland jedenfalls nicht und ich muss sagen, dass mich das wirklich nervt. 

Aber deshalb lasse ich mich nicht davon abbringen, euch eine neue süße Idee aus meiner Küche zu zeigen, denn ob 30 Grad oder frühherbstliches Regenwetter, Eis geht im Grunde doch eh immer und wenn es dann noch selbst gemacht ist, umso besser.


Selbst gemachtes Blaubeereis

Nachdem mein erster Versuch in Sachen Sommer Süß noch ein wenig klobiger daher kam, auch wenn er natürlich trotzdem unfassbar lecker war, habe ich dann nun doch einmal investiert und obendrauf kam sogar der Zufall zur Hilfe.

Wie das Leben so spielt, war ich gerade auf der Suche nach diesen schönen Eisförmchen aus Silikon. Selten billig, aber das Ergebnis ist einfach dreimal schöner als mit Plastikbeckern oder auch den typischen Eis-Formern, wie es sie beim allseits bekannten Schweden derzeit ja gibt.

Aktuell gibt es die schöne Variante aus Silikon im 4er-Pack bei Tchibo und natürlich habe ich direkt doppelt zugeschlagen, denn für unter 10€ waren sie mir zumindest einen Versuch wert.
Solltet ihr auf der Suche sein, kann ich sie euch nur wärmstens ans Herz legen. Die Handhabung ist super, sie lassen sich in der Spülmaschine problemlos reinigen und über den Preis müssen wir gar nicht erst reden.



Blaubeer-Jogurt-Eis

Leckeres Blaubeer Eis selber machen

Nachdem ich mich das letzte Mal meinen geliebten Erdbeeren hingegeben habe, muss ich ja nun leider akzeptieren, dass die Erdbeerzeit endgültig in den letzten Zügen ist. Das heißt aber gleichzeitig, dass die Blaubeer-Sträucher in meinem Garten wieder anfangen mit Früchten nahezu um sich zu werfen. Die Zeit der Blaubeer-Muffins, - Cookies, -Smoothies und Co bricht also an.
Letztes Jahr habe ich euch an meinem kleinen Blaumacher-Tag viele verschiedene kleine Ideen gezeigt, wie man die kleinen Beerchen verarbeiten kann und auf Basis eines dieser Rezepte möchte ich dann heute mal eine Eis-Variante vorstellen.


Rezept für selbst gemachtes Eis


Das ausführliche Rezept für die Blaubeer-Soße findet ihr --> hier
Während ihr die Soße abkühlen lasst, vermengt ihr den griechischen Jogurt mit Honig und Puderzucker und befüllt eure Eisförmchen schon einmal mit einer dünnen Schicht.
Maximal 2 Esslöffel pro Förmchen solltet ihr anfangs hinzu geben, denn Ziel ist es ja, eine schöne Marmorierung zu schaffen. Wenn das Förmchen direkt zu voll geladen wird, wird das eher schwierig.



Jogurt- Eis selber machen


Auf die erste Schicht Jogurt gebt ihr etwa einen Esslöffel Blaubeer-Soße und beginnt mit dem Marmorieren. Eine normale Gabel hilft euch dabei. Ähnlich wie beim klassischen Marmorkuchen zieht ihr mit der Gabel einfach vorsichtig spiralförmig durch Jogurt und Soße, so dass sich beides leicht miteinander vermengt.
Anschließend legt ihr die Eisstiele hinein, gebt erneut eine Schicht Jogurt und eine Schichte Soße hinzu und marmoriert auch diese Oberseite vorsichtig mit der Gabel.



Selbstmacheis, lecker und kinderleicht

Nach guten 5 Stunden könnt ihr euer selbst gemachtes Blaubeer-Jogurt-Eis dann auch schon genießen. Empfehlenswert wäre es allerdings, die kleine Leckerei über Nacht erkalten zu lassen. Sicher ist schließlich sicher...



Blaubeeren mal anders. Leckeres Eis selbst gemacht


Auch wenn das wetter derzeit nicht vermuten lässt, dass wir Sommer haben, hoffe ich, mein heutiges kleines Sommer Süß hat euch gefallen. Immerhin sorgt es etwas für gute Laune und ein paar Farbtupfer im tristen Regengrau.


Einen wunderschönen Start in das hoffentlich grandiose Final-Wochenende wünscht euch



LinkWithin

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...