Dienstag, 15. Juli 2014

Härtetest für kleine Steine

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Wie ihr wisst kennt meine Neugier in Sachen Kreativ-Techniken und Bastelsachen keine Grenzen. Was ich nicht kenne, wird einfach mal ausprobiert. Manchmal mit Erfolg, manchmal mit Misserfolg. Gerne verspreche ich mir mehr von der Sache, als sie tatsächlich leisten kann und manchmal bin ich schlicht zu doof. 

Trotzdem endet meine Lust neue Dinge auszuprobieren wahrscheinlich niemals und darüber bin ich froh. Nachdem ich mich schon einige Mal an Mosaiksteinchen versucht habe und mit den Ergebnissen im Grunde genommen recht zufrieden war, versprach mir der von mir doch sehr gern genutzte VBS- Hobbyversand nun, dass sie etwas Neues in Sachen Mosaik zu bieten haben. 
Man kennt das Problem ja, passgenau bekommt man die kleinen Steinchen eigentlich nie geschnitten, denn mit Zange und Co werden die Bruchkanten oft nur eines....abgebrochene Kanten. Wirklich sauber und präzise formen war zumindest mir bisher nie möglich. 

An dieser Stelle soll Acryl-Mosaik Abhilfe schaffen, denn durch die leichtere Struktur ist es angeblich sogar mit der Schere formbar und somit auch für das Basteln mit Kindern bestens geeignet.  


Auf den Zahn gefühlt:



Natürlich lasse ich mich nicht lange bitten und wollte man schauen, was das "neue" Mosaik so alles kann. Allerdings war es mir dann doch etwas zu langweilig, mal wieder Bilderrahmen, Töpfe oder andere Standard-Sachen mit den Steinchen zu verzieren und deshalb habe ich mir ein paar Gedanken gemacht, wie man die bunten Plättchen für alles rund um Feierlichkeiten, Partys und Feste nutzen könnte.


Mosaik - Tischkärtchen:


Der Grund, bei einer Feier Tischkärtchen aufzustellen ist ja häufig vielfältig. Selbst wenn es nur ein niedliches kleine Deko-Element sein sollte. 
Als erster kleiner Härtetest kam die Idee auf jeden Fall wie gerufen.


Tatsächlich lassen sich die kleinen Steinplättchen leicht brechen, doch bei meinem ersten Versuch scheiterte ich mit der Schere leider. Wahrscheinlich wäre es möglich gewesen, die Mosaiksteine mit einer handelsüblichen Haushaltsschere in Form zu bringen, doch ein wenig zu riskant schien mir die Sache schon. Schließlich wollte ich meine Schere auch noch in Zukunft benutzen können.
Letztlich habe ich mich dann doch wieder für die Zange bzw. den Seitenschneider aus der Schmuck-Bastel-Kiste entschieden. Damit funtkioniert das Zerteilen auch erstaunlich gut, nur an der Präzision haperte es noch etwas.

Für mein Tischkarten-Projekt war dies allerdings kein Problem, denn ich wollte gerade diese Unregelmäßigkeiten in den einzelnen Bruchstücken haben.



Herzlichen Einladung mit Mosaik:


Neben der einfachen Handhabung in Sachen Formen und Zuschneiden soll das neue Acrylmosaik auch einfach zu befestigen sein. Man kennt es ja von "normalen" Mosaiksteinen, ohne entsprechenden (und leider teuren) Mosaikkleber halten sie mehr schlecht als recht, was unterm Strich immer dann besonders ärherlich ist, wenn man Formen verziert, die zum Trocknen der Fugenmasse nicht flach auf dem Boden liegen können. Es rutscht, es fällt, man ärgert sich.

Zur Probe aufs Exempel habe ich mich an einer netten kleinen Einladungskarte versucht. Viele Steinchen auf einem relativ dünnen Untergrund, ich war gespannt was passieren würde.


Selbst mit handelüblichem Klebestift hielten die Steinchen verhältnismäßig gut. Die glatte Oberfläche der Acrylsteine tat wohl ihr Übriges, denn ein Aufkleben normaler Steine mit bloßem Papierkleber wäre tendenziell ja eher undenkbar gewesen.
Wirklich bombenfest halten die Steinchen zwar so auch nicht, aber tauscht man Papierklebestift gegen normalen Flüssig-Bastelkleber aus, dann muss man sich keine Sorgen machen, dass ein Steinchen unterwegs verloren geht.

Definitiv ein Pluspunkt für das neue Acrylmosaik.


Kinderleicht?

Zu guter Letzt durften dann auch noch die Kids ran. Ganz aufgeregt waren sie, als ich ihnen erzählte, dass wir nun Versuchskaninchen sind, die etwas ganz Neues testen dürfen. Lange gefackelt haben sie natürlich nicht. Jeder suchte sich einen Teller und los ging der Spaß.

Doch leider erging es den Kindern kaum anders als mir. Mit normalen Bastelscheren waren die Steinchen so gar nicht formbar und auch mit schärferen Modellen war das Formen eher auf gut Glück, als präzise. Zudem habe ich diese Arbeit dann letztlich aus Sicherheitsgründen übernommen und mir dabei prompt selbst noch in die Hand gezwickt. 


Aber auch ohne großes Zuschneiden hatten die Kleinen ihren Spaß und sind am Abend solz wie Oskar mit ihren bunten Tellern nach Hause gegangen. Wann ist man schließlich schonmal kleiner Tester in großer Sache?


Fazit: 
Die Idee Mosaiksteine herzustellen, die den normalen Steincharakter ein wenig verloren haben und sich leichter verarbeiten lassen, finde ich super. Auch das Klebeverhalten der Steine ist eine deutliche Erleichterung der Arbeit. Selbst auf Porzellantellern hielt alles mit normalem Bastelkleber bombenfest. 

Leider scheitern auch diese neuen Acrylsteine an der leichten Formbarkeit. Die Verarbeitung ist zweifelsfrei einfacher als mit den klassischen Steinchen, trotzdem ist präzises Zuschneiden ohne wirklich große Profiausrüstung, sondern nur mit handelsüblichen Werkzeugen kaum bis gar nicht möglich.
Ein Punkt in dem ich leider keine Verbesserung im Vergleich zu klassischen Mosaiken sehe.

Ein letzter Punkt begeistert mich aber doch, denn dadurch, dass die Steinchen aus Acryl gefertigt sind, sind sie durchsichtig und lassen sich wahrscheinlich sehr gut für Kerzenhalter, Windlichter, Gläser und ähnliches verwenden. Anders als Glassteine dürfte ihre Verarbeitung aber um längen komfortabler und vor allem auch sicherer sein.


Sofern ich demnächst noch einmal ein Projekt mit Mosaik planen sollte, werde ich auf jeden Fall schauen, ob Acrylmosaik in der entsprechenden Farbe verfügbar ist, denn unabhängig von der ebenfalls ungünstigen Formbarkeit gefallen mir seine Vorteile durchaus gut.

Nette Idee von den Jungs und Mädels von VBS und zumindest einen halben Daumen hoch von meiner Seite aus....


Bunte Grüße











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